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Preis für Tropenornithologie 2018

Robert Pfeifer, Jens Hering, Dr. Martin Kaiser.       Foto: Rolf Breuer

Die Gesellschaft für Tropenornithologie e.V. (GTO) vergab den

Preis für Tropenornithologie 2018 an

Herrn Jens Hering, Limbach-Oberfrohna

für seine Arbeit „Überraschungen in Ägypten und Dschibuti: Seltene Vögel im Mangrovenwald“, erschienen in der Zeitschrift „Der Falke“ Band 64 (2017), Heft 6, S. 8-13. Die Veröffentlichung steht stellvertretend für eine lange Reihe wissenschaftlicher Arbeiten des Preisträgers zur Avifauna Nordafrikas und der Mangrovengebiete am Roten Meer, die in der nun zu ehrenden Publikation zusammengefasst sind. Insofern steht der Preis auch für die langjährige ornithologische Arbeit von Herrn Hering in Nordafrika. Von der intensiven Tätigkeit Herrn Herings auf diesem Gebiet legt eine lange Liste deutsch- und englischsprachiger Publikationen Zeugnis ab. Er ist unter anderem Ko-Autor eines Buches über die Vögel Libyens und 2017 erschien neben der auszuzeichnenden Veröffentlichung in Koautorenschaft mit Elmar Fuchs, Wieland Heim, Hans-Jürgen Eilts, Peter H. Barthel und Hans Winkler eine weitere, ausführliche Arbeit über Mangroverohrsänger, allerdings in englischer Sprache (Hering et al.: Mangrove Reed Warbler Acrocephalus scirpaceus avicenniae at the Red Sea in Egypt. The Bulletin of the African Bird Club Vol. 24, No. 1). Im Rahmen seiner Tätigkeit hat Herr Hering auch ein neues Rohrsängertaxon aus Nordafrika beschrieben, die Chinadommel für Afrika neu nachgewiesen und die melanistische Morphe des Mangrovereihers erstmals dokumentiert. Auch neue Erkenntnisse zur Biologie von in Mangroven brütenden Taubenarten wurden gewonnen. Besonders hervorzuheben ist, dass Herr Hering seine Forschungsergebnisse auch populärwissenschaftlich aufbereitet und für das bessere Verständnis und den Schutz der bedrohten Mangrovenlebensräume an den Küsten Afrikas eintritt. Herr Hering ist kein Berufsornithologe, sondern ausgebildeter Maschinenbaumonteur und Verwaltungsfachwirt. Seine Publikationen sind ein Musterbeispiel dafür, dass aktive und fähige Ornithologen aus der Amateurszene auch heute noch unser Wissen über die Avifauna tropischer und subtropischer Gebiete bereichern können. Somit ist die Leistung von Herrn Hering bei der Erforschung tropischer Vögel absolut preiswürdig. Die Kriterien für den Preis für Tropenornithologie sind zur Gänze erfüllt. Der Preis ist mit 555,00 Euro dotiert.

Dr. Angelika Fergenbauer-Kimmel (Lohmar),  Prof. Dr. Jochen Martens (Mainz), Robert Pfeifer (Bayreuth)

Die Verleihung des Preises erfolgte am 6. Oktober 2018 im Rahmen der 39. Jahrestagung der GTO in Wilhelmshaven

Vorankündigung: 40. Tagung über tropische Vögel

Die 40. Tagung über tropische Vögel wird auf Einladung des Kölner Zoos vom 12. bis 15. September  2019 im Vortragssaal unter dem Tropenhaus im Kölner Zoo stattfinden. Wie in den zurückliegenden Jahren soll sie dem Erfahrungs- und Informationsaustausch aller an der tropischen Vogelwelt Interessierten dienen. Gleichzeitig soll sie Kontakte zwischen ornithologischer Wissenschaft, Vogelhaltung, Tiergartenbiologie und Artenschutz fördern.

Die Anmeldung von Tagungsbeiträgen ist ab sofort möglich (Fachvorträge à 20-30 Minuten Redezeit, Übersichtsvorträge à 45 Minuten Redezeit, Poster). Referenten werden von der Tagungsgebühr befreit sein. Das komplette Programm mit allen Informationen zu Gebühren, Teilnahmevarianten, Übernachtungsmöglichkeiten und den weiteren Anmeldemodalitäten liegt ab Juni 2019 auf www.tropenornithologie.de vor. Es kann dann auch kostenlos beim Schatzmeister der GTO in gedruckter Form bestellt werden. Mitglieder der GTO erhalten es automatisch zugeschickt. Wie bei den bisherigen Tagungen soll auch diesmal ein Tagungsband mit den Zusammenfassungen aller Vorträge erscheinen. Er wird in der Tagungsgebühr enthalten sein. Damit der Band rechtzeitig zur Tagung vorliegen kann, ist das Einreichen der Manuskriptebis zum später noch bekanntgegebenen Termin erforderlich.

Adressen

Informationen und Anmeldung zur Tagung: Horst Brandt, Schatzmeister der GTO, Schwalbenwinkel 3, D-30989 Gehrden, ( ++49-(0)5108-4520, Fax  ++49-(0)5108-4581, E-mail: Schatzmeister@tropenornithologie.de

Tagungsstätte: Vortragssaal des Kölner Zoos.

Übernachtungsmöglichkeiten werden noch bekannt gegeben.

Vortragsanmeldungen und Annahme der Manuskripte für den Tagungsband: Norbert Bahr, Zur Fähre 10, D-29693 Ahlden, Tel. +49 (0) 5164-800437, sekretaer@tropenornithologie.de

 

Martin Kaiser ist neuer GTO-Präsident

Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) hat einen neuen Präsidenten: Im Rahmen der jährlichen Mitgliederversammlung, die 2016 im Zoo Pilsen stattfand, wurde der bisherige Vizepräsident Dr. Martin KAISER zum Nachfolger von Corinna BARTSCH gewählt, die nach dem regulären Ende ihrer Amtszeit nicht mehr für eine Wiederwahl zur Verfügung stand. Corinna BARTSCH hatte die Gesellschaft von 2010 bis 2016 und zuvor bereits von 1996 bis 2005 geleitet. Während dieser Jahre wurde sie zu einer der großen, prägenden Persönlichkeiten der GTO.  gesamten Beitrag lesen

25 neue Vogelarten entdeckt

In der aktuellen Ausgabe der Zeitschrift Vogelwarte ist eine Übersichtsarbeit aus Reihen der GTO erschienen, welche die im Jahr 2013 neu beschriebenen Vogeltaxa zusammenfasst.

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Erstes Kind aus „GTO-Ehe“

Einen herzlichen Glückwunsch an den Tiergarten Nürnberg, eines unserer institutionellen Mitglieder: Bei den Kollegen in Franken ist ein junger Hyazinthara Anodorhynchus hyacinthinus ausgeflogen, teilte Zoodirektor Dr. Dag Encke am 3. September 2015 mit! Das am 22. Mai geschlüpfte Jungtier ist der erste Nachwuchs eines noch jungen Elternpaares. Der Vater schlüpfte im Februar 2007 ebenfalls in Nürnberg, die Mutter im September 2010 im Tierpark Berlin, der ebenfalls institutionelles GTO-Mitglied ist. gesamten Beitrag lesen

Das Programm für die Tagung 2014 hier noch einmal in der Rückschau

Das Tagungsprogramm 2014 mit allen Beiträgen und Exkursionen haben wir für Sie unter dem Downloadlink »Tagungsprogramm 2014« aufgeführt, dort finden Sie das Programm nochmals als PDF, mit der Möglichkeit, dieses auszudrucken oder zu speichern.

Forschungsfonds: Ist Afrikas seltenstes Wildhuhn zu retten?

Manche Vogelarten findet man selbst in der Standardliteratur nur umständlich. Das Schwarzstirnfrankolin Francolinus atrifrons gehört dazu – was aber primär daran liegen mag, dass der Hühnervogel unlängst noch als Unterart des Braunnackenfrankolins F. castaneicollis galt. Ausschließlich in den Wacholder-Bergwäldern Süd-Äthiopiens verbreitet, gilt es wegen seines winzigen Verbreitungsgebiets und des starken Nutzungsdrucks auf dieses Habitat als ähnlich stark gefährdet wie das Wacholderfrankolin F. ochropectus. gesamten Beitrag lesen

Neue Publikation: Integrative Taxonomie

Die wissenschaftliche Beschreibung neuer Arten sollte sich stets auf mehrere voneinander unabhängige Merkmalssysteme stützen. Dabei kann es sich um Merkmale des Körperbaus, des Erbguts oder der Stimmen handeln – wichtig ist, dass sie sich gegenseitig optimal ergänzen. Dieser multidisziplinäre Ansatz hat in den letzten Jahren als  „Integrative Taxonomie“ Schule gemacht. In der neuen Ausgabe des Senckenberg-Wissenschaftsmagazins SENCKENBERG – natur · forschung · museum stellt Dr. Martin PÄCKERT, GTO-Beirat aus Dresden, die neue Forschungsdisziplin vor.  gesamten Beitrag lesen

Neue Publikation: Systematik der Timalien

[singlepic id=48 w=320 h=240 float=left] Mit rund 390 rezenten Arten sind die Timalien (Timaliidae) die viertgrößte Singvogelfamilie. Lange Zeit erschwerten die Vielfalt der Lebensformen und konvergente Entwicklungen die systematische Bearbeitung der Gruppe. Molekularbiologische Methoden ergaben jedoch in den letzten Jahren neue Einsichten in die Timalien-Systematik und erlauben nun eine neue Einordnung der (meist noch lückenhaften) ethologischen, morphologischen und bioakustischen Befunde. gesamten Beitrag lesen

Bevorstehende Aufhebung der Psittakose-Verordnung

Folgende Information veröffentlichen wir auf Bitte des Bundesverbands für fachgerechten Natur- und Artenschutz e. V. (BNA)

Täglich erhält der BNA Anfragen, ob die Psittakose-Verordnung jetzt aufgehoben ist und was die Halter und Züchter von Sittichen zukünftig alles beachten müssen. Das Ringjahr 2013 steht an und einige Vogelzüchterverbände haben bereits Vogelringbestelllisten in ihren Fachzeitschriften veröffentlicht. Auf seiner Homepage informiert der BNA die Vogelzüchter darüber, dass er die bevorstehende Aufhebung der Psittakose-Verordnung begrüßt und dass das Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz (BMELV) einen richtigen Weg der Entbürokratisierung eingeleitet hat. gesamten Beitrag lesen