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Archiv Meldungen (chronologisch gereiht)
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20.September 2006 - Preis für Tropenornithologie 2006 an Jörg Asmus |
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21.April 2006 - GTO fördert Südseeprojekt über Vini-Arten von Bernd- H. Gerischer |
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21.April 2006 - GTO fördert Bolivienprojekt von Lennart Pyritz / UNI-Göttingen |
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10.März 2006 - XXVII. Tagung über tropische Vögel am 14.-17. September 2006 |
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15.September 2005 - Preis für Tropenornithologie 2005 an Erich Steiner |
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09.März 2005 - GTO fördert die Herausgabe von Hugo Weigolds Tibet-Manuskript |
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09.März 2005 - Gallirallus calayanensis, eine neue Waldralle von den Philippinen |
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17.Januar 2005 - GTO übernimmt Patenschaft für Schildturakos im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde |
Preis für Tropenornithologie 2006 vergeben |
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Preis für Tropenornithologie 2006 an Jörg Asmus |
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20. August 2006 / Erich Steiner |
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Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) hat an ihrer XXVII. Tagung über tropische Vögel in Bonn den „Preis für Tropenornithologie“ an Jörg Asmus aus Güstrow (Land Mecklenburg-Vorpommern, D) vergeben. Im Rahmen dieser Tagung, die ganz im Zeichen des 25-jährigen Jubiläums der Gesellschaft auf Einladung vom Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig statt fand, wurde Jörg Asmus für seine umfangreiche Arbeit mit dem Titel "Zur Untersuchung einiger Museumspräparate des Kleinen Vasapapageien (Coracopsis nigra) auf deren Unterartenzugehörigkeit" ausgezeichnet. Die Arbeit ist in Buchform Anfang 2005 erschienen.
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Der Präsident der GTO übergibt Jörg Asmus die Preis-Urkunde. Präsident Erich Steiner, Jörg Asmus, Preisstifterin Dr. Ingelinde Poche-Blohm und Sprecher der Jury, Dr. Wolfgang Grummt Foto: Ben Doensen
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Mit dem „Preis für Tropenornithologie“ zeichnet die GTO eine hervorragende, von einem ornithologischen Amateur in deutscher Sprache verfasste Veröffentlichung aus, welche Relevanz zu einem tropenornithologisch Thema zeigt.
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Der Preis ist mit einem Betrag von € 555.- ausgestattet und wurde zu unserer Jubiläumsveranstaltung, wie bereits in den Vorjahren, vom „Institut für molekulare Diagnostik Bielefeld“ gestiftet.
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Hr. Wöhrmann wurde 1939 in Lerchenborn (Kreis Lüben, Niederschlesien) im heutigen Polen geboren und lebt seit 1945 in der Niederlausitz. Als Kind vom Lande hatte er seit seiner frühesten Jugend bereits Kontakt mit Tieren und vor allem mit der Vogelwelt. Seine Naturverbundenheit ließ ihn den Beruf des Gärtners erlernen, später wechselte er ins Druckerei- und Verlagswesen. Seit 1964 sind er und seine Familie mit der Vogelhaltung intensiver verbunden und pflegen vor allem Prachtfinken und diverse Weichfresser, wobei auch mehrere Erstzuchterfolge verzeichnet werden konnten. Herr Wöhrmann ist aktiv im Vereinswesen der VZE tätig und ist auch stets bemüht seine Erfahrungen in der Vogelhaltung durch Publikationen der Öffentlichkeit preiszugeben. So ist er Autor der Monographie "Papageiamadinen", Mitautor für "Das große Lexikon der Vogelpflege" von Dr. Franz Robiller und Verfasser von über 100 Fachartikeln in den einschlägigen Fach- und Verbandszeitschriften. Gegenwärtig gilt sein Bestreben der Stabilisierung der Bestände afrikanischer Prachtfinken, einem durch das völlige Importverbot von Wildvögeln in die EU brandaktuellem und überaus notwendigem Programm, sowie einer Monographie über die "Amaranten".
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Die Gesellschaft für Tropenornithologie gratuliert dem Preisträger aufs Herzlichste. |
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Förderprojekt der GTO |
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GTO fördert Südseeprojekt über Vini-Arten von Bernd- H.Gerischer |
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21. April 2006 / Christoph Hinkelmann:
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Im Winterhalbjahr 2005/2006 unterstützte die GTO den Vogelkundler Bernd-H. Gerischer aus Freiberg in Sachsen bei seinem Projekt über die „Maidloris in ihrem Lebensraum – Status von drei Vini-Arten in Polynesien“. Die Gattung Vini umfasst fünf Arten, die ausschließlich auf Inseln im Südwestpazifik vorkommen. Die geringen Landgebiete, deren Nutzung durch den Menschen zunimmt, bedingen, dass bis auf das Blaukäppchen, V. australis, alle stark gefährdet sind und eine, der Hendersonlori, V. stephenii, nur auf einer einzigen, sehr schwer zugänglichen Insel vorkommt und alle Informationen über seinen Status auf Vermutungen beruhen. Ziel dieses von der GTO geförderten Projekts ist die Bestandsabschätzung der drei übrigen Maidlori-Arten, des Saphirloris, V. peruviana, auf Rangiroa (Tuamotu-Inseln), des Rubinloris, V. kuhlii, auf Rimatara (Austral-Inseln) und des Smaragdloris, V. ultramarina, auf Ua Huka (Marquesas-Inseln). Zunächst soll der Rubinlori untersucht werden, weil die Verwaltung von Rimatara einen Flughafen bauen will, um mehr Touristen auf der Insel zu haben. Dessen Verwirklichung könnte gravierende Auswirkungen auf den Bestand der bedrohten Loriart haben. Als zweites Ziel soll der Bestand des Saphirloris überprüft werden. Seit einem ersten Besuch des Projektleiters 1998 wurden Nistkästen eingesetzt, um den geringen Bestand zu stabilisieren und zu erhöhen. Da im gleichen Zeitraum deutlich mehr Touristen die Insel besuchten, soll geprüft werden, ob diese eine evtl. eingetretene, bescheidene Bestandssteigerung womöglich beeinträchtigt haben. Bei zufriedenstellender |
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Förderprojekt der GTO |
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GTO fördert Bolivienprojekt von Lennart Pyritz / UNI-Göttingen |
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21. April 2006 / Christoph Hinkelmann:
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Ein weiteres Projekt welches von der GTO im Winterhalbjahr 2005/2006 unterstützt wurde ist die Arbeit von Lennart Wolfgang Pyritz aus Göttingen über die „Auswirkungen der Fragmentierung von Trockenwäldern auf Diversität und Zusammensetzung der Avi- und Primatenfauna im Departamento de Santa Cruz, Bolivien“. Die Zerstörung tropischer Wälder, in deren Folge nur mehr oder minder kleine Waldinseln übrig bleiben, ist in Südamerika ein verbreitetes Phänomen. Während die Auswirkungen dieser Prozesse in Regenwald-Lebensräumen wiederholt untersucht wurden, ist diese Entwicklung bei Trockenwäldern bislang kaum berücksichtigt worden. Da die Mehrzahl dieser besonderen Lebensräume in unmittelbarer Nähe menschlicher Siedlungsgebiete und auf fruchtbaren Böden liegt , ist eine detaillierte Untersuchung von großem Interesse. Es soll insbesondere untersucht werden, welche Auswirkungen die Zerstörungen nach Größe, Alter usw. unterschiedlicher Trockenwälder auf die Artenspektren und die Häufigkeit von Vogelarten haben, welche Arten besonders gefährdet sind, welche evtl. von den Lebensraumveränderungen profitieren, und welche Rolle die jeweiligen ökologischen und biologischen Ansprüche der Vogelarten in diesen Prozessen spielen. Die Untersuchungen sollen innerhalb eines halben Jahres an verschiedenen Orten im Dpto. Anta Cruz durchgeführt werden. Der Erfolg des Projekts dürfte auch dadurch gewährleistet sein, dass einer der beiden Betreuer, Dr. Sebastian Herzog, seit vielen Jahren in Bolivien ansässig ist und 1996 bei einem eigenen Vorhaben ebenfalls von der GTO gefördert wurde. |
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GTO- Tagungsankündigung |
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XXVII. Tagung über tropische Vögel am 14.-17. September 2006 |
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10. März 2006 / Robert Pfeifer:
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Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) veranstaltet vom 14. bis 17. September 2006 die XXVII. Tagung über tropische Vögel im Zoologischen Forschungsinstitut und Museum Alexander Koenig (ZFMK) in Bonn. Mit dieser Tagung kehrt die vor 25 Jahren gegründete GTO an ihren Gründungsort zurück. Und wie damals, sollen auch in diesem Jahr die Kolibris einen Schwerpunkt der Tagung bilden. Das Themenspektrum umfasst aber entsprechend dem Arbeitsgebiet der GTO die gesamte thematische Breite der Tropenornithologie und reicht von Avifaunistik, Biogeographie, Schutz, Ökologie, Verhalten, Systematik und Phylogenie tropischer Vögel bis zu praxisorientierten Fragen der Vogelhaltung und der Tiergartenbiologie. Das ZFMK ist eines der großen naturgeschichtlichen Forschungsmuseen in Deutschland. Zum heutigen Tag enthält die Ornithologische Sammlung etwa 76.000 Bälge aus etwa 6.000 Arten; die meisten Kolibriarten sind im Hause vertreten. Die Vorträge finden im historischen Hörsaal des Museums statt. Bereits am Donnerstagnachmittag beginnt die Tagung mit einer Exkursion in den Kölner Zoo. Weitere Höhepunkte sind die Verleihung des Preises für Tropenornithologie, der im Rahmen des Begrüßungsabends vergeben wird und der Gesellschaftsabend in der „Afrika-Savanne“ des Museums. |
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GTO wählt Präsidium |
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Erich Steiner neuer Präsident der GTO |
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17. September 2005 / Werner Steinigeweg:
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Turnusmäßig wählte die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) auf ihrer diesjährigen Mitgliederversammlung am 17. September 2005 in Thurnau ein neues Präsidium. |
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Zum Präsidenten wurde Erich Steiner (39) aus Pöttsching (Österreich) gewählt. Er tritt damit die Nachfolge der bisherigen Präsidentin Corinna Bartsch an, die satzungsgemäß nach drei Amtsperioden nicht mehr gewählt werden konnte. Die übrigen Präsidiumsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt. Somit setzt sich das Präsidium der GTO nunmehr wie folgt zusammen: Erich Steiner (Präsident), Dr. Christoph Hinkelmann (Vizepräsident), Dr. Martin Kaiser (Vizepräsident), Robert Pfeifer (Sekretär), Horst Brandt (Schatzmeister). Die Beiratsmitglieder wurden in ihrem Amt bestätigt: Annemarie Lohding, Dr. Claudia Kment, Ulrich Stahlhut, Dr. Martin Berger und Ben Doensen. Als neugewählter Präsident der GTO schied Erich Steiner aus dem Beirat aus. Neuer Präsident Erich Steiner, Foto: Werner Steinigeweg
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Foto : Das neugewählte GTO-Präsidium (nicht vollzählig):
von links: Dr. Martin Berger, Annemarie Lohding, die bisherige Präsidentin Corinna Bartsch, Dr. Martin Kaiser, der neugewählte Präsident Erich Steiner, Ulrich Stahlhut, Horst Brandt, Dr. Claudia Kment, Robert Pfeifer
Foto: Werner Steinigeweg |
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Preis für Tropenornithologie 2005 vergeben |
Erich Steiner zum zweiten Mal ausgezeichnet |
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15. September 2006 / Werner Steinigeweg:
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Im Rahmen der XXVI. Tagung über tropische Vögel, die vom 15.-18.September stattfand, wurde am Eröffnungsabend der „Preis für Tropenornithologie“ des Jahres 2005 vergeben. Preisträger war in diesem Jahr Erich STEINER aus Pöttsching (Österreich), der diesen Preis bereits zum zweiten Mal erhielt. Mit diesem Preis zeichnet die GTO jährlich eine herausragende, Veröffentlichung über ein tropenornithologisches Thema aus, die im Jahr zuvor von einem ornithologischen Amateur verfasst worden ist. |
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Die Präsidentin der GTO Corinna Bartsch übergibt Erich Steiner die Preis-Urkunde.
Jury-Mitglied Prof. Ellen Thaler verliest die Laudatio Fotos: Werner Steinigeweg
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Der Preis, der mit einem Geldbetrag in Höhe von 555 € verbunden ist, wurde ihm von der Jury für seinen Artikel „Die Grünschwanzsylphe – Märchenfee der Anden“ zugesprochen, der im Jahre 2004 in zwei Folgen in der Zeitschrift „Die Gefiederte Welt“ (Band 128, Seiten 276-279 und 308-311; Verlag Eugen Ulmer, Stuttgart) erschienen ist. Das Preisgeld in Höhe von 555 € wurde, wie mehrfach schon, auch in diesem Jahr vom Institut für molekulare Diagnostik Bielefeld gestiftet. |
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In memoriam |
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Dr. Joachim Steinbacher gestorben |
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10. August 2005 / Werner Steinigeweg:
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Am 31. Juli 2005 verstarb im Alter von 93 Jahren Dr. Joachim Steinbacher, der langjährige Herausgeber der Zeitschrift "Gefiederte Welt". Er war bis zu seiner Pensionierung Kustos für Vögel am Senckenberg-Museum in Frankfurt am Main. Bis ins hohe Alter war er aktiv, hat ornithologische Kongresse und Tagungen in der ganzen Welt besucht und hat Arten- und Naturschutzprojekte in den Tropen (u.a. auf den Seychellen) initiiert und betreut. Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) verliert mit Joachim Steinbacher ein langjähriges Mitglied. Eine Würdigung seiner Person wird im kommenden Rundbrief der GTO erscheinen.
Dr. Joachim Steinbacher Foto: W. Steinigeweg (1993)
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Förderprojekt der GTO |
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GTO fördert die Herausgabe von Hugo Weigolds Tibet-Manuskript |
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09. März 2005 / Robert Pfeifer:
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Hugo Weigold (1886-1973) beobachtete und sammelte während zweier Expeditionen 1913-15 und 1931-32 im Raum Osttibet/Sichuan und trug die Ergebnisse der gesamten bis dahin geleisteten internationalen Forschungsarbeit auf den Gebieten Zoologie, Botanik, Paläontologie, Geografie und Meteorologie/Klimageografie zusammen. Sein Ziel war es, eine „historische Biogeografie“ zu schreiben. 1968 war das Manuskript abgeschlossen und wurde bis in Weigolds letztes Lebensjahr ergänzt. Dieses Lebenswerk zu publizieren, scheiterte bislang an den Druckkosten. Autorisierte Bearbeiter nahmen sich der Bearbeitung an, nun brachte Dr. Siegfried Eck, Dresden, das Manuskript in eine publikationsfähige Form. Weigolds Manuskript „Die Biogeografie Tibets und seiner Vorländer“ wird 2005 vom Verein sächsischer Ornithologen e.V. veröffentlicht und damit der Vergessenheit entrissen. Unterstützt wird das Projekt bislang von der DO-G, der Niedersächsischen Ornithologenvereinigung und dem Institut für Vogelforschung Wilhelmshaven. Da das Werk nicht nur Tibet, sondern große Teile des heutigen Sichuan umfasst, also die biogeografisch hochinteressante Grenzregion zwischen gemäßigter Paläarktis und tropischer Orientalis behandelt, hat der Vorstand der GTO einstimmig beschlossen, sich an der Herausgeberschaft und Finanzierung des Projektes mit € 750,-- zu beteiligen. Das Erscheinen des rund 400 Seiten starken Werkes wird für das erste Halbjahr 2005 erwartet. |
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Wichtige neue Publikationen |
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Gallirallus calayanensis, eine neue Waldralle von den Philippinen |
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09. März 2005 / Robert Pfeifer:
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Im Mai 2004 wurden auf der Insel Calayan, Philippinen, mehrere Rallen beobachtet, die sich keiner bislang bekannten Art zuordnen ließen. Die Vögel wurden fotografiert, die Stimmen aufgenommen und ein Exemplar gesammelt. Anhand dieses Typusexemplars, ein subadultes Weibchen, wurde die Art als Gallirallus calayanensis für die Wissenschaft neu beschrieben (Allen et al. 2004). Es handelt sich um eine mittelgroße, dunkel oliv und grau gezeichnete Ralle mit rotem Schnabel und roten Beinen. Die Gattung Gallirallus umfasste bislang 10 Arten (Taylor 1996), davon vier, die Zebraralle G. torquatus, die Bartralle G. isignis, die Bindenralle G. philippinensis und die Graubrustralle G. striatus, auf den Philippinen. Quellen: Allen, D., C. Oliveros, C. Espanola, G. Broad & J.C. Gonzales (2004): A new species of Gallirallus from Calayan island, Philippines. Forktail 20: 1-7 (mit 6 Farbfotos und 3 Sonagrammen).Taylor, B. (1996): Rallidae. In: del Hoyo, J., A. Elliott & J. Sargatal: Handbook of the Birds of the World. Bd. 3, Lynx Editions, Barcelona. |
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GTO- Patenschaft |
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GTO übernimmt Patenschaft für die Schildturakos im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde |
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17. Januar 2005 / Werner Steinigeweg:
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Die Gesellschaft für Tropenornithologie (GTO) hat die Patenschaft für die vier Schildturakos übernommen, die im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde leben. Diese Patenschaft ist mit einer Pflegekostenspende in Höhe von 500 € verbunden. Die GTO hatte auf ihrer Mitgliederversammlung anlässlich der XXV. Tagung über tropische Vögel, die im September 2004 auf Einladung des Tierparks Friedrichsfelde in Berlin stattgefunden hat, beschlossen, die Pflege einer dort gehaltenen Vogelart durch eine Patenschaft zu unterstützen. Inzwischen ist die Wahl auf die Schildturakos gefallen.
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Turakos leben in Afrika. Die Familie der Turakos, die zur Verwandtschaft der Kuckucksvögel gezählt wird, gliedert sich in 6 Gattungen mit insgesamt 22 recht einheitlichen Arten. Die meisten Arten tragen ein überwiegend leuchtend grünes Gefieder; zwei Arten, darunter der Schildturako (Musophaga violacea) haben dagegen eine metallisch glänzende, schwarzblaue Grundfärbung. Der Oberkopf ist samtig rot, und den orangeroten Schnabel ziert das namengebende gelbe Stirnschild. Wie alle Turako-Arten hat auch der Schildturako ein karminrotes Schwingenfeld, das im Flug signalartig aufleuchtet. Schildturako (Musophaga violacea) im Tierpark Berlin-Friedrichsfelde Foto: Klaus Rudloff
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Sowohl dieses Rot, als auch das Grün anderer Turako-Arten wird durch Farbstoffe hervorgerufen, die ausschließlich bei den Turakos vorkommen, nämlich das rote kupferhaltige Turacin und das grüne Turacoverdin. Mit einer Körpergröße von 44-48 cm liegen die Schildturakos im Mittelfeld der Familie, deren Körpergröße je nach Art von 36 bis 74 cm reicht. Turakos sind in Tiergärten und bei privaten Haltern beliebte, wenn auch anspruchsvolle Pfleglinge. Sie leben vor allem von Früchten, doch auch Sämereien, Knospen, Insekten und Fleisch sind für ihr Wohlbefinden unabdingbar. Die Zucht ist in der neueren Zeit bei manchen Arten gelungen, und auch vom Schildturako liegen Zuchterfolge vor. |